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Project: Wenn man eine gewisse Zeit in den Bergen verbringt, wird man schnell einmal auf die eigenen Grundbedürfnisse wie Wärme, Essen und ein Dach über dem Kopf zurückgeworfen. Inmitten dieses majestätischen Reichs der Natur zu sein macht mich immer wieder demütig und dankbar für das, was ich im Leben habe.

 

  • Syrien ist ein Ort voller kultureller Schätze. Seit Jahrtausenden von den unterschiedlichsten Zivilisationen bevölkert, verbirgt die Wüste an der Grenze zum Irak so manches kleines Wunder.
  • Die freigelegten Gräber in der Nähe von Palmyra gehen zurück auf die Zeit des Römischen Reiches und ziehen während des Tags zahlreiche Touristen an. Die Mittel des Staates sind aber begrenzt, so dass nach wie vor unzählige antike Strukturen immer noch im Sand der Syrischen Wüste begraben liegen.
  • Für die Kinder der Beduinen sind die alten Ruinen nicht viel mehr als ein Spielplatz und sie verstehen nicht wirklich wieso die Touristen so scharf darauf sind, diese alten Steine zu fotografieren.
  • Es gibt nicht viel Verkehr auf der Nord-Süd-Route durch die Wüste. Die Benzinpreise sind hoch und der öffentliche Verkehr ist hier rar, so dass die Menschen nach wie vor zu Fuss oder auf Tieren den Weg zum nächsten Weiler zurücklegen.
  • Wenn die letzten Touristenbusse weggefahren sind, stehen die Ruinen stumm und still in der Ruhe der Wüste, wie sie es seit tausenden von Jahren getan haben. Nur der ferne Ruf des Muezzin aus Palmyra durchbricht die Stille.
  • Neben den Römern und den Griechen, hinterliessen auch die Kreuzritter und ihre Widersacher ihre Spur in Form von Befestigungen entlang der alten Handelsrouten, die einst durch die Syrische Wüste führten.
  • Die jüngste Generation der Beduinen lernt schnell mit dem wachsenden Tourismus und seinen Chancen und Gefahren in der Region umzugehen. (links) Der 15 jährige Hirtenjunge führt gegen ein kleines Entgelt Touristen durch die Ruinen in der Nähe seines Weilers. Englisch hat er sich aus einem geschenkten Reiseführer selbst beigebracht. (rechts)
  • Neben den historischen und kulturellen Schätzen ist der wohl grösste Schatz für die Bewohner der Wüste das Wasser. An einigen Orten scheint die Wüste wie zweigeteilt: Hier zieht sich ein grünes Band von entlang eines Flusses und bietet eine wohltuende Aussicht inmitten der sandigen Wüste.

Projekt: Während meines Syrienaufenthaltes 2009, reiste ich mit einem syrischen Freund durch die Wüste, in der es nur wenige Siedlungen und Aussenposten gab. Und nur mit dem Wissen eines Einheimischen, liessen sich im Sand vergrabene Schätze vergangener Zivilisationen entdecken.

  • Einige der Medinas (Altstädten) in Syrien wurden während des Umayyaden Kalifats 660 v. Chr. errichtet, als Damaskus neben Mekka und Jerusalem eine der drei heiligsten Stätten des Islams war. (links) Bis heute sind die Medinas das Zentrum des Syrischen Lebens. Hier besorgen die Bürger Essen und Alltagsgegenstände pflegen aber auch Kontakte und schliessen Geschäfte ab. (rechts)
  • In den Souks (Märkten) der Medinas treffen bereits seit Jahrtausenden Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kultur aufeinander und das bis heute.
  • Sonnenlicht scheint durch die Löcher des Dachs des Souq al-Hamidiyya in Damaskus. Die Löcher stammen von der Rebellion der Nationalisten 1925, als französische Flugzeuge das Dach mit ihren Maschinengewehren durchlöchert hatten. (links) Die Moscheen inmitten der Medinas mit ihren gewaltigen offenen Innenhöfen bieten eine Gelegenheit sich auszuruhen und vom lärmigen Souk zu erholen, während die Kinder vergnügt umherrennen und spielen. (rechts)
  • Die gedeckten Gassen des Souks in Aleppo erscheinen Touristen als ob sie direkt in die Märchen von 1001er Nacht eintauchen würden. Für die meisten Locals ist diese Szenerie aber nur der tägliche Einkaufsalltag. (links) Bereits die Griechen, Byzantiner, Ayyubiden und die Mameluken befestigten den Hügel im Zentrum der Medina von Aleppo. Die heutige Konstruktion der Zitadelle wurde durch diverse Herrscher beeinflusst, wie z.B. Alexander der Grosse oder Nur ed-Din, welcher sich hier erfolgreich gegen die Kreuzritter zur Wehr setzte. (rechts)
  • Verlässt man die Hauptachsen der Medina, betritt man oft Bereiche, in denen sich weniger Menschen tummeln und oft auch Kinder in den engen gewundenen Gassen spielen. Hier löst sich der Markt auf und geht in die privaten Wohngebiete der Menschen über.

Projekt: Zwei Jahre bevor der Bürgerkrieg in Syrien 2011 ausbrach, hatte ich die Möglichkeit dieses magische Land mit seiner uralten Geschichte und enorm reichen Kultur zu besuchen. Diese Bilderserie legt den Fokus auf ein zentrales Element der syrischen Geschichte aber auch des täglichen Lebens: Die Medinas, die Altstädte.

  • Eben noch lachend umher gerannt, präsentiert sich dieser Junge sehr seriös und ernst für das Foto. (links) Das Alltagsleben der Asylantenkinder und der Kinder aus dem nahen Bündner Dorf veränderte sich markant, als der Zirkus sein Zelt im Vorhof des Durchganszentrums aufstellte. (rechts)
  • Der Zirkus wird von internationalen Freiwilligen unterstützt, die den Kindern dabei helfen ein Zirkusprogramm zu entwickeln und zu proben. Denn am letzten Abend wird die "grosse" Show vor den Eltern der Kinder präsentiert.
  • Der Zirkus schafft, woran die öffentlichen Behörden scheitern. Er bringt die lokale Bevölkerung und die Asylsuchenden zusammen - Kinder wie Eltern - und schafft Solidarität und bekämpft Vorurteile.
  • Obwohl die Kinder der Asylsuchenden aus aller Welt kommen, knüpfen sie oft schnell Freundschaften untereinander. Ob und wie lange diese überdauern wird aber oft dadurch bestimmt, wie die unterschiedlichen Entscheide über die Asylgesuche ausfallen.
  • Die Kinder warten mit ihren Eltern manchmal bis zu einem Jahr auf den Entscheid über ihren Asylantrag in der Schweiz. Inmitten vom Nirgendwo lebend, sind sie froh für jede Abwechslung in ihrem Alltag.

Projekt: Zirkus Lollypop ist Teil einer gemeinnützigen Organisation, die für Kinder auf einer Non-Profit-Basis arbeitet. In Zusammenarbeit mit der NGO Service Civil International organisierte der Zirkus 2013 eine Zirkuswoche für die Kinder eines Asylzentrums in Schluein GR.

  • Einmal im Jahr treffen sich internationale Freiwillige in der Schweiz, um auf ihren Einsatz in den Workcamps des Service Civil International vorbereitet zu werden.
  • Nach dem Vorbereitungsseminar gehen die Freiwilligen in Einsätze von 2 Wochen bis zu einem Jahr in der Schweiz und im Ausland.
  • Einige von ihnen erhalten ein spezielles Training. Sie werden für ihren Einsatz als Campkoordinatoren ausgebildet. Sie übernehmen anschliessen Verantwortung für die anderen Freiwilligen, arbeiten aber als Freiwillige selber im Team mit.
  • Teambuilding ist ein wichtiger Teil von Freiwililgenarbeit, bei der oft bis zu zwanzig Leute mit unterschiedlichem kulturellen und sozialen Hintergrund auf ein Ziel hinarbeiten müssen.
  • Die internationale Organisation wurde kurz nach dem ersten Weltkrieg in der Schweiz gegründet. Das Ziel war damals, die Konfliktparteien wieder zu vereinen und gemeinsam die kriegsversehrten Städte wieder aufzubauen.
  • Neben der Arbeit, die jährlich in über 90 Ländern von tausenden von SCI Freiwilligen durchgeführt wird sind Spass, Freundschaft und ein besseres Verständnis für andere Kulturen die wertvollsten Errungenschaften dieser Art von Engagement.

Projekt: Der SCI Schweiz ist eine internationale Freiwilligenorganisation, die soziale und ökologische Projekte weltweit unterstützt. Während zwei Tagen kommen Freiwillige dieser Non-Profit-Organisation in der Schweiz zusammen, um Freiwillige und Koordinatoren für ihre Einsätze in der ganzen Welt vorzubereiten.

  • Die Gerberei und Färberei ist nur eines der zahlreichen Wunder der Medina (Altstadt) von Fez. Sie sind seit über neun Jahrhunderten in Betrieb und gehören damit zu den ältesten noch genutzten Gerbereien und Färbereien weltweit.
  • Die Produktionskette vom Gerben, Färben, Trocknen, Weiterverarbeiten und Verkaufen der Lederprodukte an einem Ort hat sich hier seit den letzten 900 Jahren nicht gross verändert.
  • Lederschuhe, -börsen, -mäntel und -jacken sowie alle Sorten von Taschen werden in den engen Läden des Souks rund um die Gerberei verkauft. Aus diesen Läden ermöglichen die Verkäufer ihren Kunden auch die begehrte Aussicht auf die Gerberei mit ihren unzähligen Steinbehältern, die jede Woche mit einer neuen Farbe gefüllt werden (links). Alles hier ist nach wie vor Handarbeit. Und das dies nicht immer die angenehmste ist, davon zeugt der intensive Geruch nach Ammoniak und Taubendung der weit über die Gerberei hinweg wahrnehmbar ist. (rechts)
  • Seit hunderten von Jahren ist die Prozedur dieselbe: Die getrockneten Ziegen- und Rinderhäute werden direkt unter der heissen marokkanischen Sonne getrocknet, bevor sie ins Innere der Gebäude zur weiteren Verarbeitung gebracht werden.

Projekt: Die Stadt Fez ist ein Juwel auf dem Weg durch das farbenfrohe und intensive Marokko. Ein sowohl visuell als auch für andere Sinne beeindruckendes Erlebnis.

  • 90% der Menschen, die in der Geoff Gebirgsregion von Marokko wohnen sind Berber oder "Amazigh", wie sie sich selber nennen. Bereits seit Jahrtausenden leben sie in dieser unwirtlich erscheinenden Umgebung. (links) Sie leben davon Touristen auf den Djebel Toubkal (4167m) zu führen, den höchsten Berg Nordafrikas. Dabei laden sie nicht selten ihre Gäste zu einem wärmenden Minzetee in ihr Heimatdorf ein. Die Region spielte eine wesentliche Rolle als Kulisse für den Film "Sieben Jahre in Tibet". (rechts)
  • Aufgrund der steilen Berghänge werden nach wie vor viele Dinge auf Eselsrücken und zu Fuss transportiert. (links) Die Eigenschaften der Berge bringen aber auch nutzen: Um die Kinder vom Spielen fürs Abendessen zu holen, reicht es ins Tal hinunter zu rufen. Die Berghänge verstärken die Stimme und leiten den Ton weiter.
  • Während der Wintermonate werden die Dörfer oft für Wochen durch meterdicke Schneemassen von der Umwelt abgeschnitten. Geheizt wird aber nach wie vor meist mit Holz deshalb sind auch im Frühling und Herbst die Nächte hier sehr kalt.
  • Im Frühling werden die Täler rund um den Jebel Toubkal durch den schmelzenden Schnee von den Gipfeln auf natürliche Art bewässert. So wird der Anbau von Kirschen und Walnüssen möglich.

Projekt: Das Leben der Berber im Atlas Gebirge ist rau. Aber für viele von ihnen sind die eher simplen Steinhäuser und die frische Marokkanische Luft in einer Höhe von 2000 bis 3000m, das was sie ihr Zuhause nennen.

  • Chile erstreckt sich über den halben Südamerikanischen Kontinent - von der trockensten Wüste der Welt bis hin zu den Gletschern von Feuerland. Und mit Rapa Nui (Osterinsel), gehört eine der mystischsten Inseln zu seinem Territorium. (links). Chuquicamata im Norden Chiles ist die grösste Kupfermine der Welt. Weil die Verschmutzung durch die Mine zu stark wurde, wurden die Einwohner der benachbarten Stadt in eine neu erbaute Wohnzone umgesiedelt.
  • Die Atacama-Wüste ist der trockenste Ort der Erde mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von 15mm. Die Seen, die von Gletscherwasser gespiesen werden, trocknen schnell aus unter der sengenden Sonne auf 2'500m. Zurück bleibt eine Salzkruste, in der die Flamingos nach Nahrung suchen.
  • Die Vulkankegel in der Nähe der Wüste sind bis zu 6'000 m hoch. Auf einer Fläche von 23'000 Quadratkilometer (der Grösse der halben Schweiz) leben nur ca. 5'600 Menschen.
  • Trotz seiner enormen Länge misst Chile in der Breite nur ungefähr 180 km im Durchschnitt. Das bedeutet der Pazifik ist nie weit weg, nicht einmal in der Wüste.
  • Im Süden Chiles enden die Anden und der sogenannte "Vulkangürtel" in "Feuerland". Der Name "Tierra del Fuego" stammt von Magellan, der von seinem Schiff die unzähligen Lagerfeuer der indigenen Yaghan beobachtet hatte.
  • Das Wetter in Feuerland ist fast unvorhersehbar und kann sich innert Stunden drastisch ändern.
  • Der Handel mit Robbenfell und der Goldrausch führten zu einem Genozid an den lokalen Indigenen. Diese waren bis zum Ende des 19. Jahrhunderts fast gänzlich von der Bildfläche verschwunden.
  • Mit seinen Schneebedeckten Bergen und Gletscherseen erinnert uns der südlichste Teil Chiles daran, dass die nächste Landmasse weiter südlich die Antarktis ist.
  • Als ob die Diversität des chilenischen Festlandes nicht schon genug wäre - Rapa Nui gehört ebenfalls zum staatlichen Territorium. Über 3'500 km vom Festland entfernt, ist diese abgeschiedene Insel mit seinen hunderten von Moai (monolithischen Steinfiguren) ein mystisches Erlebnis für sich.

Projekt: Ich hatte das Glück während eines ganzen Monats Chile von Norden nach Süden zu bereisen und dabei die unglaublich vielfältige und wundersame Landschaft des Landes kennenzulernen.